B-16 Quereinstieg in den Erzieher*innenberuf vereinfachen. Möglichkeiten des Einsatzes anderer Berufsgruppen in der Kita ermöglichen.

Status:
Annahme

Die SPD-Landtagsfraktion wird beauftragt, so schnell wie möglich mit dem Koalitionspartner in Verhandlung zu treten, um Änderungen der entsprechenden Verordnungen zur Ausbildung von Erzieher*innen insoweit anzupassen, dass Quereinsteiger*innen mit einer Vorausbildung oder Studium die Möglichkeit gegeben wird, Vorbildung und -kenntnisse anzuerkennen und so eine verkürzte Ausbildungszeit zu ermöglichen.

Außerdem wird die Landtagsfraktion beauftragt, einen Vorschlag zum Einsatz zusätzlicher Berufsgruppen, unabhängig vom Fachkräfteschlüssel, zu erarbeiten.

 

Begründung:
Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt sieht sehr schlecht aus. Kindertagesstätten suchen händeringend nach Fachkräften. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von Interessent*innen an einer Tätigkeit als Erzieher*in mit diversen pädagogischen in- und ausländischen Abschlüssen. Im Moment müssen sie die volle Ausbildungszeit absolvieren und die Vorbildung wird nicht anerkannt. Dies muss sich aus unserer Sicht ändern.  Außerdem sehen wir die Möglichkeit des zusätzlichen Einsatzes diverser anderer Berufsgruppen, wie z.B. Logopäd*innen, Ergo- und Physiotherapeut*innen, in der Kita als zusätzliche Fachkräfte. In Zeiten, wo Sprachentwicklungsstörungen und diverse Entwicklungsdefizite zunehmen, könnte die pädagogische Arbeit hier sinnvoll ergänzt werden. Die Aufzählung der möglichen Berufe soll hier nicht abschließend sein.
Empfehlung der Antragskommission:
Diskussion durch den Parteitag
Beschluss: des Landesparteirats der SPD Sachsen 30. November 2018
Text des Beschlusses:

Die SPD-Landtagsfraktion wird beauftragt, so schnell wie möglich mit dem Koalitionspartner in Verhandlung zu treten, um Änderungen der entsprechenden Verordnungen zur Ausbildung von Erzieher*innen insoweit anzupassen, dass Quereinsteiger*innen mit einer Vorausbildung oder Studium die Möglichkeit gegeben wird, Vorbildung und -kenntnisse anzuerkennen und so eine verkürzte Ausbildungszeit zu ermöglichen.

Außerdem wird die Landtagsfraktion beauftragt, einen Vorschlag zum Einsatz zusätzlicher Berufsgruppen, unabhängig vom Fachkräfteschlüssel, zu erarbeiten.

Beschluss-PDF: