I-3 Patientengesundheit geht vor – Schlaganfall-Versorgung sichern!

Status:
Annahme

Die Antragskommission empfiehlt die Behandlung im Block G nach dem G-08

Die SPD Sachsen fordert die Sicherstellung der Schlaganfall-Versorgung im gesamten Freistaat. Dazu muss die Arbeitsfähigkeit der regionalen und überregionalen Schlaganfall-Zentren gewährleistet werden.

Hierzu werden die Kostenträger (Gesetzliche Krankenversicherung), die Krankenhaus-Gesellschaft Sachsen sowie Vertreter der Fachgesellschaften und Vertreter des Landtages und des Staatsministeriums für Soziales (SMS) aufgefordert dringend ins Gespräch zu kommen und notwendige Maßnahmen zu ergreifen.

Begründung:
Stroke Units (Schlaganfall-Spezial-Stationen) sind anerkannte hoch effektive und erfolgreiche Einheiten zur Schlaganfall-Versorgung. Wissenschaftlich nachgewiesen ist der Erfolg dieser Stationen in Hinblick auf Überleben und Verringerung des Grades der Behinderung sowie der Pflegebedürftigkeit nach Schlaganfall. Erwiesen hat sich auch, dass durch die Behandlung auf einer Stroke Unit die gesamtgesellschaftlichen Kosten deutlich geringer sind als bei einer nicht-spezialisierten Behandlung. Somit ist auch volkswirtschaftlich die Behandlung auf Stroke Units sinnvoll Im Urteil des Bundessozialgerichtes Kassel zu einem Rechtstreit zwischen einem Krankenhaus und einer Krankenkasse urteilte das Gericht überraschend, dass die Zeit zwischen Entscheidung der Verlegung von einem regionalen Zentrum zur Weiterbehandlung in ein überregionales Zentrum maximal 30 Minuten betragen darf. Bisher galt es 30 Minuten-Transport-Zeit einzuhalten. Dies hat zur Folge dass insbesondere regionale Zentren im ländlichen Raum die Therapie auf der Stroke Unit nicht mehr bezahlt bekommen. Die Schlaganfall-Therapie auf einer Stroke Unit ist jedoch insbesondere auf Grund des hohen Personalaufwandes (hoher Pflegeschlüssel, Therapeuten aller Disziplinen) sehr kostenintensiv. Somit wird die Schlaganfall-Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum, massiv gefährdet.
Beschluss: des ordentlichen Landesparteitags der SPD Sachsen 27. / 28. Oktober 2018
Text des Beschlusses:

Die SPD Sachsen fordert die Sicherstellung der Schlaganfall-Versorgung im gesamten Freistaat. Dazu muss die Arbeitsfähigkeit der regionalen und überregionalen Schlaganfall-Zentren gewährleistet werden.

Hierzu werden die Kostenträger (Gesetzliche Krankenversicherung), die Krankenhaus-Gesellschaft Sachsen sowie Vertreter der Fachgesellschaften und Vertreter des Landtages und des Staatsministeriums für Soziales (SMS) aufgefordert dringend ins Gespräch zu kommen und notwendige Maßnahmen zu ergreifen.

Beschluss-PDF: