ÄA114 zum L-1

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Nicht nur Berufskünstler brauchen gute und nachhaltige Bedingungen für ihre Arbeit, auch Laienkünstler tragen in einem großen Maße zur sächsischen Identität bei. Zahlreiche Preise bei Wettbewerben zeugen von der hohen Professionalität in der Kunst außerhalb der Profitheater,- orchester-, -galerien und Filmtheater. Aktives künstlerisches Tätigwerden ist für viele Menschen ein Mittel, sich auf vielfältigste Weise zu artikulieren und andere Menschen  in ihre Bewertung der Gegenwart einzubeziehen. Dabei leisten viele Laienkünstler einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit und zur Gestaltung der Welt, in der sie und ihre Mitmenschen leben. Die künstlerische Auseinandersetzung von Menschen mit der Umwelt und den Herausforderungen der Gegenwart erfordert  gute Arbeitsmöglichkeiten und professionelle Begleitung der Laienmusiker in Orchestern, Chören und Bands, der darstellenden wie bildenden Künstler, um regional und überregional wirken zu können.

Diese Bedingungen sind i.d.R. zu sehr abhängig vom Zeitgeist und den geringen finanziellen Spielräumen durch die regionalen Kulturförderungen. Hier wollen wir eine neue Fördermöglichkeit über das Land Sachsen aufbauen.

Begründung:
Im Kapitel „Den sächsischen Weinbau erhalten“ heißt es „Sachsens Weinanbau ist von Nebenerwerbswinzern geprägt, deren Fortbildung wir stärker unterstützen wollen. Wir werden die Förderung der Anlage und Sanierung von Weinbergs- und Trockenmauern fortsetzen und den Steillagenweinbau weiter fördern.“ Die Laienkunst trägt ähnlich wie die Nebenerwerbswinzern in einem großen Maße zur sächsischen Identität bei. Wir können stolz auf die vorhandenen Ensembles und Künstler  in unserem Land sein, die neben ihrer Berufsarbeit in ihrer Freizeit ausdauernd üben, Kinder und Jugendliche an die Kunst heranführen und dazu beitragen, dass Menschen unterschiedlichen Alters aktiv sind, sich wohlfühlen oder auch in schwierigen Situationen  getröstet werden.